
Am Vortag des Internationalen Frauentags versammelten sich in Hamburg bis zu 200 Menschen zum Women's March, organisiert von der Initiative International Women in Power (IWP)1 der Kulturbrücke Hamburg. Die Demonstration richtete sich gegen Unterdrückung und religiösen Fanatismus, trat ein für die universellen Menschenrechte von Frauen, weltweit und in Deutschland. Die Reden und Performances der Veranstaltung machten deutlich: Der Einsatz für Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und Säkularität bleibt eine gesellschaftliche Daueraufgabe, die Solidarität über kulturelle und religiöse Grenzen hinweg erfordert.
Die Veranstaltung begann mit einer Begrüßung durch Eva Engelken, Autorin und Aktivistin, sowie Hourvash Pourkian, Gründerin von IWP und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes. Pourkian betonte, dass der erste Hamburger Women's March bereits 2017 stattfand – inspiriert vom amerikanischen Vorbild nach der Wahl Donald Trumps. Seitdem hat sich die Initiative zu einer festen Stimme für Frauenrechte in der Hansestadt entwickelt. Der Fokus lag diesmal besonders auf der Situation im Iran: "Seit einer Woche tobt dort ein Krieg. 90 Prozent der Bevölkerung begrüßen die Angriffe auf das Regime, weil sie Hoffnung auf Freiheit machen", so Pourkian. Sie verwies auf die anhaltende Unterdrückung von Frauen, religiösen Minderheiten und der LGBTQ+-Community im Iran und rief dazu auf, nicht wegzuschauen: "Frauenrechte sind universelle Menschenrechte. Sie sind unteilbar und nicht verhandelbar."
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Women's March zum Internationalen Frauentag 2026 in Hamburg
"Freiheit beginnt dort, wo Frauen frei sind"
Zum Internationalen Frauentag 2026 veranstaltet die Kulturbrücke Hamburg morgen eine Demonstration. Die Initiatorinnen mahnen: "Der Kampf um Gleichstellung ist nicht vorbei – er ist dringlicher denn je".
"Wir stehen gegen patriarchale Unterdrückungsregime, die Menschen brutal niederschlagen und töten", sagt Hourvash Pourkian, Vorstandsvorsitzende der Initiative International Women in Power. "Insbesondere seit der Ermordung von 40.000 Menschen während der nationalen Revolution im Iran. Nach Jina Mahsa Amini fordern auch wir das Manifest: Frau, Leben, Freiheit!"
Auch in Europa dürfe man nicht wegsehen. Ideologien und patriarchale Strukturen, die Frauenrechte, Demokratie und Säkularität ablehnen, stellten eine Herausforderung für die offene Gesellschaft dar. "Zwangsheirat, Einschränkung der Selbstbestimmung und Gewalt gegen Frauen sind keine fernen Probleme – sie betreffen auch Europa."
Weltweit kämpfen Frauen weiterhin um elementare Rechte. Auch in westlichen Demokratien bestehen Lohnungleichheit und strukturelle Benachteiligung fort. Care-Arbeit wird überwiegend von Frauen geleistet – oft unbezahlt und gesellschaftlich geringgeschätzt. Zugleich erleben Frauen einen spürbaren Backlash gegen ihre Selbstbestimmung, Sichtbarkeit und ihren politischen Einfluss.
"Frauenrechte werden durch restriktive Gesetze, fehlende Selbstbestimmung über den eigenen Körper sowie durch psychische und physische Gewalt bedroht – im Privaten wie im Öffentlichen. Gleichberechtigung wird nicht überall geschützt, sondern teils systematisch untergraben", so International Women in Power. "Wir stellen uns gegen RechtsextremistInnen, RechtspopulistInnen, religiöse FanatikerInnen, AntisemitInnen und IslamistInnen (des Politischen Islam). Wir fordern ein selbstbestimmtes Leben und ein Ende aller Diskriminierungen und Kriminalisierung für die LGBTQIA+-Community weltweit!"
Mit besonderer Sorge blicke man auf die brutale Repression im Iran und in Afghanistan. Die Entrechtung, Gewalt und Verfolgung von Frauen und Mädchen zeigten, wie existenziell dieser Kampf ist. "Wer Frauen ihre Freiheit nimmt, greift die Menschlichkeit an. Wir sagen klar: Frauenrechte sind keine kulturelle Debatte. Sie sind universelle Menschenrechte. Unteilbar. Unverhandelbar. Wir stehen an der Seite der Iranerinnen, der Afghaninnen und aller Frauen, die sich nicht beugen und für ihre Freiheit kämpfen. Freiheit beginnt dort, wo Frauen frei sind."
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„Deutschland war lange zu naiv im Umgang mit diesem Regime“
Wie geht es Iranerinnen und Iranern in Deutschland in Zeiten des Kriegs? Stimmen aus einer Community, die zwischen Euphorie und Sorge schwankt.
In der Süddeutschen Zeitung lesen
Am Internationaler Frauentag 2026 erinnern wir daran: Der Kampf um Gleichstellung und Gleichberechtigung ist nicht vorbei. Er ist aktueller und dringlicher denn je.
Frauen auf der ganzen Welt kämpfen weiterhin um ihre fundamentalen Rechte. Auch in den westlichen Demokratien klafft noch immer eine Lohnlücke. Care-Arbeit wird nach wie vor überwiegend von Frauen geleistet – unbezahlt, unsichtbar, gesellschaftlich entwertet. Frauen werden angegriffen, wenn sie sichtbarer, hörbarer und einflussreicher werden.
Das langsame Erstarken von Frauen ruft eine spürbare Gegenbewegung hervor – einen Backlash, der sich durch Gesellschaft, Institutionen und zunehmend auch durch die Justiz zieht.
Frauenleben werden gefährdet durch restriktive Abtreibungsgesetze und durch Kontexte, in denen Frauen nicht mehr frei über ihren eigenen Körper entscheiden können.
Psychische und physische Gewalt gegen Frauen – im privaten wie im öffentlichen Raum – findet ihre Fortsetzung in politischen und institutionellen Strukturen, die Gleichberechtigung nicht schützen, sondern untergraben.
Für uns als FIF-Partei steht der Internationale Frauentag 2026 deshalb im Zeichen eines klaren Bekenntnisses: Wir verteidigen die universalistischen Werte Europas – Freiheit, Demokratie, Säkularität und die unteilbaren Menschenrechte. Wir stellen uns entschieden gegen patriarchale Systeme – gleich ob religiös oder nicht religiös begründet.
Mit besonderer Sorge blicken wir auf die brutale Repression durch das Regime im Iran. Der grausame Umgang mit Frauen und Mädchen, die systematische Entrechtung, Gewalt und Verfolgung zeigen in aller Deutlichkeit, wie existenziell der Kampf um Frauenrechte ist. Wer Frauen ihre Freiheit nimmt, greift die Menschlichkeit selbst an.
Doch auch in Europa dürfen wir nicht wegsehen. Der politische Islam – eine Ideologie, die weder Frauenrechte noch Demokratie und Säkularität anerkennt – stellt eine ernstzunehmende Herausforderung für unsere offene Gesellschaft dar. Frauen, die keinen Subjektstatus haben, die genital verstümmelt, zwangs- oder frühverheiratet werden, die ihren Partner nicht frei wählen dürfen und in ihrer Berufswahl eingeschränkt sind – sie leben nicht nur in fernen Ländern. Auch hier, mitten in Europa, sind ihre Rechte bedroht.
Daran erinnern wir in diesem Jahr mit Nachdruck.
Wir sagen:
Wir akzeptieren das nicht.
Frauenrechte sind
keine kulturelle Debatte.
Sie sind universelle Menschenrechte.
Unteilbar. Unverhandelbar.
Wir
stehen an der Seite der Iranerinnen.
An der Seite der Afghaninnen.
An der Seite aller Frauen, die sich nicht beugen.
Freiheit
beginnt dort, wo Frauen frei sind.
Und wir werden nicht schweigen, bis sie es sind.
Unsere Solidarität gilt jeder einzelnen Frau, die für Selbstbestimmung, Würde und Freiheit kämpft. Frauenrechte sind keine kulturelle Frage. Sie sind universelle Menschenrechte.
Der 8. März ist kein symbolischer Feiertag. Er ist ein Auftrag.
Und wir werden ihn erfüllen.
Deutschlandfunk Radio 19.01.2026
Podium: Iran-Proteste in Hamburg
https://www.deutschlandfunk.de/podium-iran-proteste-in-hamburg-100.html
NDR 13.01.2026
Proteste im Iran: Solidarität in Hamburg
Mit Sorge und Hoffnung zugleich blickt die iranische Community in Hamburg auf die Massendemonstrationen im Iran.
EMMA 07. Januar 2026
BLEIBT MUTIG!
Proteste in Iran: Welch ein Mut!
Die Revolution im Iran ist in vollem Gange. Die Demonstrationen allerorts erreichen...
02.01.2026 - Tageszeitung
Ohne Kreuz und Kopftuch
Säkulare Frauen wollen an die Macht
HPD - Der Humanistische Pressedienst 15. Dez 2025
In Hamburg gründet sich eine internationale Frauenpartei
Frauen in Führung
In Hamburg präsentierte sich die neue Partei "Frau in Führung" erstmals der Öffentlichkeit. Die Partei, die Frauen- und Menschenrechte in den Mittelpunkt eines "weiblichen, modernen und mutigen" Politikansatzes stellen möchte, tritt klar gegen patriarchale Strukturen sowie religiösen und rassistischen Extremismus auf. Die Parteiführung betonte zum Auftakt, dass echte Freiheit nur dort herrsche, wo Frauen frei sind.
Am vergangenen Freitag stellte sich in Hamburg mit "Frau in Führung" (FIF) unter dem Motto "Klartext, wo andere ausweichen. Handeln, wo andere wegschauen" eine neue Partei der Öffentlichkeit vor. Bereits am 25. April gegründet lud sie ein, ihr Programm und ihre Führungspersönlichkeiten kennenzulernen. Ihr Zwölf-Punkte-Programm verspricht "Menschen- und Frauenrechte als Fundament einer vernunftgeleiteten Politik" zu verfolgen und ein klares "Nein!" zu allen Formen von "religiösem sowie rassistischem Extremismus, patriarchalen Machtstrukturen, Unterdrückung und Gewalt".
Frauenheldinnen e.V. Magazin - 15.12.25
Netzwerk: Gründung der Partei FIF
WILLKOMMEN, FIF-PARTEI IM WACHSENDEN NETZWERK WIDERSTÄNDIGER FRAUEN!
Wir freuen uns sehr über einen neuen politischen Player: Mit der Gründung der Partei FIF: Frau in Führung, Frau Leben Freiheit bekommt der Protest eine politische Struktur. Das ist toll, denn dadurch wandern Frauenthemen vom Rand ins Zentrum der
Politik.
Für uns Frauenheldinnen ist diese Gründung eine besondere Freude, denn drei der vier Frauen in der Parteiführung sind Frauenheldinnen: Hourvash
Pourkian, Ute Lefelmann und Astrid Warburg Manthey. Und es zeigt, wie engmaschig das Netzwerk widerständiger Frauen inzwischen geknüpft ist – und hilft, zivilgesellschaftliches Engagement
Einzelner in politische Verantwortung zu übersetzen.
Hamburger Abendblatt - 12.12.2025
RAAWI - Jüdisches Magazin - 12.12.2025
Heute wurde mit der FIF – Frau in Führung, eine neue politische Partei gegründet, die von Deutschland aus eine weltweite Frauenbewegung formieren will. Ihr Anspruch ist hoch: Menschen- und Frauenrechte sollen nicht Randthema, sondern Fundament einer vernunftgeleiteten, säkularen Politik sein. Initiiert wurde die Partei von Hourvash Pourkian, einer international vernetzten Frauenrechtsaktivistin, deren politisches Denken aus konkreter Erfahrung mit Unterdrückung, Exil und Freiheitskämpfen erwachsen ist.